Reflexzonentherapie

Massage wird oft mit Reflexzonentherapie verwechselt. Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche Therapie, bei der eine direkte Verbindung zwischen der Pflege des Fusses und der Gesundheit der anderen Körperteile hergestellt wird. Einfach ausgedrückt, stehen spezielle 'Reflexpunkte' am Fuss über Kanäle in direkter Verbindung mit den Gliedmassen, Muskeln und wichtigen Organen im restlichen Körper.

Allgemein kann man sagen, dass die Druckpunkte auf dem linken Fuss der linken Körperseite entsprechen und diejenigen auf dem rechten Fuss der rechten Körperseite.

Reflexzonentherapeuten bieten sowohl diagnostische als auch heilende Behandlungen an. Durch Berührung der unterschiedlichen Reflexpunkte an den Füssen können sie Beschwerden an anderen Körperteilen feststellen - beispielsweise im Auge. Umgekehrt kann ein Reflexzonentherapeut, wenn ein Patient schon weiss, dass er ein Problem mit dem Auge hat, das Problem lindern, indem er den entsprechenden Teil des Fusses massiert.

Laienhaft ausgedrückt, beruht die Kunst oder Wissenschaft der Reflexzonentherapie darin, ein Gleichgewicht der Energie herzustellen (manchmal auch als Chi bezeichnet), die durch die Kanäle fliesst, die die Reflexpunkte mit den entsprechenden Körperteilen verbinden. Dies geschieht, indem die Ungleichgewichte am Fuss festgestellt werden und diese Bereiche dann sanft massiert werden. So werden Blockaden gelöst und der Durchfluss von Energie und Blut in den betroffenen Körperteil verbessert.

Die Technik hat offensichtliche Ähnlichkeiten mit der Akupressur, und tatsächlich kann man die Ursprünge der Reflexzonentherapie bis ins alte Ägypten und bis hin zu thailändischen, indischen und chinesischen Medizinkulturen vor etwa 2000 Jahren zurückverfolgen. Die im Westen angewandte Reflexzonentherapie entstand in den 1930er Jahren und wird, ebenso wie die professionelle Fussmassage, in vielen Fitnessclubs, Kurbädern und auch privat von qualifizierten Fachleuten angeboten.

Wenn Sie zu einem Reflexzonentherapeuten gehen, dürfen Sie aber keine heftige Fussmassage erwarten. Sowohl der diagnostische als auch der heilende Aspekt der Therapie verläuft extrem sanft, was die Berührung angeht. Möglicherweise spüren Sie auch Nebenwirkungen wie das Bedürfnis zu lachen oder zu weinen, Schläfrigkeit, ein Kitzeln oder leichte Übelkeit.